Stadt Füssen | Lechhalde 3 | 87629 Füssen
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Das Benediktinerkloster St. Mang

Barocke Pracht

Die herrlichen barocken Repräsentationsräume des ehemaligen Benediktinerklosters St. Mang stehen Ihnen zur Besichtigung offen.
Den Glanzpunkt der Anlage bildet der reich stuckierte und freskierte Festsaal, der als „Kaisersaal“ konzipiert wurde. Seine architektonische Form und Ausstattung diente dem politischen Anliegen der Abtei, die Reichsunmittelbarkeit zu erlangen und Reichsstift zu werden.

Der außergewöhnliche Ovalbau der Klosterbibliothek bildet das Zentrum der Südfront, der schlossähnlichen Schauseite des Klosters. Im Innern ermöglichte eine Öffnung den Blick hinunter in das Refektorium, den Speisesaal der Mönche. Die Einheit von geistiger und leiblicher Nahrung wird mit diesem architektonischen Kunstgriff symbolisiert.

„Das ganze Stift ist wegen seiner Bauart merkwürdig. Die Kirche, das Refektorium, die Küche, alles verdient beobachtet zu werden und es hat was Außerordentliches an sich, dass auf so einem kleinen, unebenen Platz so schöne Bauordnung angebracht worden ist“, lautet der Reisebericht eines Andechser Paters von 1788.

Füssener Lauten- und Geigenmacher

Wiege des europäischen Lautenbaus

Füssen gilt als die Wiege des gewerbsmäßig betriebenen Lautenbaus in Europa. Bereits Ende des 14. Jahrhunderts werden Lautenmacher in Füssen in den Archiven erwähnt und 1562 wurde hier die erste Lautenmacherzunft Europas gegründet. Dass das kleine Städtchen Füssen im Musikinstrumentenbau eine solch große Rolle spielte, liegt zum einen an den vorhandenen Rohstoffen, dem Holz der Bergwälder: Fichte, Ahorn und für den Lautenbau auch besonders die Eibe, zum anderen an der wichtigen ehemaligen Römerstrasse Via Claudia Augusta.

Doch viele Füssener Instrumentenmacher wanderten aus und gründeten in den europäischen Kulturmetropolen bedeutende Werkstätten. So waren in Venedig und Padua im 16. und 17. Jahrhundert etwa zwei Drittel aller Lautenmacher Füssener Anstammung und dominierten dieses Handwerk fast monopolartig.

Füssener Totentanz

Jedermann

Unter dem Motto „Sagt Ja Sagt Nein, Getanzt Muess sein“ folgen im Füssener Totentanz zwanzig Stände, angeführt vom Papst und Kaiser, dem Tod, der auch vor dem Kleinkind und dem Maler selbst nicht Halt macht.
Das Motiv des Tanzes drückt die Ambivalenz zwischen Lebenslust und Todesangst aus und beschreibt die Gratwanderung des Lebens.

Der Füssener Totentanz ist im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung zu sehen.

Vor 400 Jahren beauftragte Abt Matthias Schober Jakob Hiebeler, einen Totentanz für die Annakapelle zu malen. Die Kapelle diente damals als Grablege der Äbte und des Adels der Umgebung.

Der Füssener Totentanz stellt den ältesten erhaltenen Totentanz in Bayern dar und er zählt heute zu den bedeutenden Monumental-Totentänzen Europas. Füssen wurde so neben Basel, Lübeck, Luzern und Wien ein Zentrum der Totentanz-Ikonographie.

Königsschlösser und Seilerwarenfabrik

Aufbruch in die Moderne

König Ludwig II. hatte die Planungen für sein neuestes Schlossbauprojekt „Falkenstein“ schon weitgehend abgeschlossen, als seine Verhaftung und sein Tod die Ausführung jäh beendeten.

Im Zeichen des mittelalterlichen Gralsmythos sollte Falkenstein ein Symbol des Gottesgnadentum, der Heiligkeit und Wunderkraft des Königtums darstellen. „Vielleicht träumt man auch im Grabe noch fort, ein langer, ewiger, unendlicher Traum“, notierte Ludwig in sein Tagebuch.

Das nur im Traum vorgedachte Schloss ist hier in einer Computer-Animation zu besichtigen.

Zeitgleich mit dem Bau von Schloss Neuschwanstein brach in Füssen das Industriezeitalter aus mit dem Bau der Mechanischen Seilerwarenfabrik, die zu einem in Deutschland führenden Hanfwerk aufstieg.

Lechhalde 3, 87629 Füssen
Eingang durch den Klosterhof
Hier finden Sie das Museum im Opens external link in new windowStadtplan

Öffnungszeiten

22. März 2016 bis 13. Nov. 2016
Dienstag bis Sonntag
11.00 bis 17.00 Uhr

14. Nov. 2016 bis März 2017
Freitag bis Sonntag
13.00 bis 16.00 Uhr

Führungen

Nach Vereinbarung (nur zu den regulären Öffnungszeiten und ab 10 Personen)
Buchung: Tel. +49 (0)8362 903146
Gebühr: 30 € zuzügl. Eintritt 4 € pro Person (max. 20 Personen)

Eintrittspreise

Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €, Kombikarte Museen 7 €

Wir sind Partner der KönigsCard

 

Flyer

Downloaden Sie hier den Initiates file downloadFlyer des Museums der Stadt Füssen 

Barrierefrei

Alle Etagen des Museums sind mit einem Lift barrierefrei erreichbar.