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70 Jahre Gruppe 47

Vor siebzig Jahren, am 06. und 07. September 1947, war die Geburtsstunde der Gruppe 47, dieser Schriftstellergemeinschaft ohne Vereinsstatut und Generalsekretär: In  Ilse Schneider-Lengyels Haus am Bannwaldsee trafen sich 17 ehemalige Mitarbeiter der Zeitschrift „Ruf“. War diese Zusammenkunft eigentlich als Redaktionstreffen einer neuen Literaturzeitschrift geplant, gilt sie heute als Gründungsveranstaltung der später so legendären Schriftstellertreffen rund um deren Initiator und Spritus rector Hans Werner Richter.

In der Folge lud er zwanzig Jahre lang Schriftsteller, Kritiker, Verleger und Redakteure  zu den immer stärker in den öffentlichen Fokus rückenden Tagungen. Dabei gab es keine feste Mitgliederstruktur der in unterschiedlicher Besetzung und an wechselnden Orten stattfindenden Treffen.

Wir wollen mit diesen Veranstaltungen an das Entstehen der Gruppe 47 und deren  literaturgeschichtliche Bedeutung  erinnern –  und Sie für Literatur begeistern!

70 Jahre Gruppe 47 - LiteraturCafé

Dienstag, den 26. September 2017 um 10:30 Uhr

 

LiteraturCafé

Der Literaturtreff ist eine regelmäßige Veranstaltung für alle Literaturbegeisterten. Diesmal mit dem Themenschwerpunkt Gruppe 47.

Unkostenbeitrag: 4,- €.

Veranstalter: Stadtbibliothek Füssen

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Füssen, Orangerie, Lechhalde 3, 87629 Füssen
(Zugang über den Klosterhof)

70 Jahre Gruppe 47 - "Princeton 66"

Donnerstag, den 28. September 2017 um 20:00 Uhr

 

"Princeton 66" - Die abenteuerliche Reise der Gruppe 47. Autorenlesung und Literaturgespräch mit Jörg Magenau und Dr. Kay Wolfinger

April 1966: während in Vietnam der Krieg tobt und Mao die Kultur »revolutioniert«, machen sich die wichtigsten deutschsprachigen Schriftsteller und Kritiker auf, um an der amerikanischen Ostküste über Literatur zu diskutieren. Die Regeln denkbar einfach: Eine Lesung dauert nicht länger als zwanzig Minuten, Diskussion über das Gehörte, dann die Wortmeldung eines pilzköpfigen, nahezu schüchternen Mannes, der den Anwesenden »Beschreibungsimpotenz « vorwirft. Über Nacht wurde Peter Handke zum Jungstar der Literatur – und es war nicht zuletzt diese grundsätzliche Kritik, die dazu führte, dass es nur mehr zu einem letzten Treffen der Gruppe 47 kommen sollte. Jörg Magenau zeichnet ein Porträt dieses besonderen Wochenendes im Jahr 1966, das mehr war als nur ein Gipfeltreffen der deutschsprachigen Literatur.

Die Gruppe 47 gilt als Kristallisationspunkt bedeutender deutschsprachiger Nachkriegsliteratur. Im literarischen Gespräch werden Dr. Kay Wolfinger und Jörg Magenau Hintergründe und Nachwirkungen der Gruppe 47 deutlich machen.


Jörg Magenau studierte an der FU Berlin Philosophie und Germanistik. 1995 wurde er als Literaturredakteur für den »Freitag« mit dem Alfred-Kerr-Preis ausgezeichnet. Zwischenzeitlich war er Redakteur bei den »Berliner Seiten« und von »Literaturen«. Er hat mehrere viel beachtete Bücher veröffentlicht.


Dr. Kay Wolfinger studierte Literatur-, Medienwissenschaft und Kunstgeschichte in München und Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte sind Literatur des 20. Jahrhunderts und Gegenwartsliteratur, Medientheorien, Okkultismusforschung. Darüber hinaus ist er tätig als Literaturkoordinator und Kurator im Literaturhaus Allgäu (Immenstadt) und beim Festival „Sonthofen liest“.

Eintritt: 12,- €, ermäßigt 10,- €

Karten: gibt es in der Stadtbibliothek Füssen (Tel: 08362/903-144) und an der Abendkasse ab 19.30 Uhr

Veranstalter: Stadtbibliothek Füssen

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Füssen, Orangerie, Lechhalde 3, 87629 Füssen
(Zugang über den Klosterhof)

Öffnungzeiten

Montag geschlossen
Dienstag und Mittwoch
13.00 bis 17.00 Uhr
Donnerstag
13.00 bis 19.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

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