Stadt Füssen | Lechhalde 3 | 87629 Füssen
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Treffpunkt Geigenbau

Samstag, 02. und Sonntag 03.09.2017

Der Treffpunkt Geigenbau geht 2017 in die nächste Runde! Im Zentrum des Festival-Geschehens findet er seinen Platz wieder im Museum der Stadt Füssen.
Acht Streich- und Zupfinstrumentenbauer aus der Region sind am ersten Wochenende des Festivals vielsaitig im Colloquium des Barockklosters St. Mang mit ihren Instrumenten anzutreffen.
In dieser Zeit besteht für Musiker, Instrumentenbauer und interessierte Laien die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre mit den Ausstellern auszutauschen und deren Meisterinstrumente auszuprobieren.
Die Instrumente sind während des gesamten Festivals im Museum ausgestellt.


Die Präsentation der größten spielbaren Geige der Welt mit Bogen und drei Vorträge über Erstaunliches aus der Welt des Instrumentenbaus vervollständigen das Programm:

Samstag, 02.09.2017, 13.00 Uhr
Klosterhof St. Mang (bei schlechtem Wetter in der Stadtpfarrkirche St. Mang)
Präsentation der größten spielbaren Geige der Welt mit Bogen 

Im Jahr 2011 erhielten die Markneukirchener Riesengeige und ihr Bogen eine besondere Auszeichnung. Sie wurde als größte spielbare Geige der Welt mit Bogen ins Guinnessbuch der Weltrekorde eingetragen. In London wurden sie vor der Weltpresse mit der eigens für das Rieseninstrument komponierten „Rhapsodie für Riesengeige und Orchester“ von Stephan König präsentiert.
Die Geige: Länge: 4,27 m, Gewicht: ca. 131 kg
Materialien: mehr als 1 m³ Fichte und Ahorn, ca. 40 kg Ebenholz, mehrere Kilogramm Leim und Lacke
Stimmung: g, d, a, e (wie bei einer herkömmlichen Geige, nur 3 Oktaven tiefer)
Vorlage: Violine von Johann Georg Schönfelder II (1750–1824)
Der Bogen: Länge: 5,22 m, Gewicht: ca. 14,7 kg
Eintritt: frei

Samstag, 02.09.2017, 15.00 Uhr
Colloquium des Barockklosters St. Mang
Moderne Methoden in der Restauration - wird Geigenbau digital?
Der Füssener Geigenbaumeister Oliver Radke stellt in seinem Vortrag eine neue Restaurationstechnik vor, die den Namen „Technik“ tatsächlich verdient!
Mit Hilfe von 3-D Scanner und CNC Fräsmaschine kann man präzise passende sowie relativ kompliziert geformte Teile herstellen, um bei Restaurationsarbeiten fehlendes Holz zu ersetzen. So kann oft mehr wertvolle Originalsubstanz eines Instruments erhalten werden, als bei den herkömmlichen Methoden.

Samstag, 02.09.2017, 17.00 Uhr
Colloquium des Barockklosters St. Mang
Der Arpeggione, eine Bogengitarre der Schubertzeit
Ein Vortrag mit Musikbeispielen von Prof. Gerhart Darmstadt (Hamburg)
Gerhart Darmstadt – Arpeggione
Olaf Van Gonnissen – Biedermeierguitarre
Um 1823 ereignete sich in Wien und zeitgleich in Pest die Neuerfindung einer Gitarre, die mit einem Bogen als Streichinstrument mit Metallbünden gespielt werden konnte. Franz Schubert nannte dieses Instrument Arpeggione und schrieb dafür eine berührende Sonate mit Klavierbegleitung. Nach wenigen Jahren verschwand dieses besondere und bewunderte Instrument wieder aus dem Musikleben und wurde erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt.

Sonntag, 03.09.2017, 11.00 Uhr
Colloquium des Barockklosters St. Mang
Der Füssener Lautenbau im Kontext der europäischen Kulturgeschichte
Thomas Riedmiller M.A.
In diesem Vortrag wird ein neues Buch zum Füssener Lauten- und Geigenbau vorgestellt.
Im Unterschied zu den großen Monografien von Adolf Layer und Richard Bletschacher, die das Standardwerk von Lütgendorff wesentlich erweiterten, ist dieses Buch nicht als lexikales Nachschlagewerk konzipiert. Im Fokus steht vielmehr die Einbettung des Füssener Lauten- und Geigenbaus in die gesamteuropäische Kulturgeschichte.
Im Zentrum des europäischen Wirtschaftsraums stand zunächst die Republik Venedig, in deren Produktions- und Handelsgefüge das Luxusgut Laute aus Füssen eingegliedert wird.
In 33 Kapiteln wird der Geschichte des Füssener Instrumentenbaus einerseits auf der Makroebene der europäischen Geschichte, andererseits in mikroskopischen Untersuchungen von Einzelschicksalen nachgegangen.


Informationen zu den Ausstellern finden Sie im
Flyer zum Treffpunkt Geigenbau 2017 (174 KB)


Eintritt Ausstellung und Vorträge:  Museumseintritt

Ansprechpartner:
Gabriel Reinhold, Tel. mobil: 0151 75311630
Treffpunkt:
Museum der Stadt Füssen, Lechhalde 3, 87629 Füssen

Sponsoren und Förderer


Buchhandlung Bruhns
87629 Füssen