Klosterhof Sankt Mang

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Trausäle, geschichtliches

Kloster St. Mang
Bis zur Auflösung im Jahre 1803 bestand das Benediktinerkloster St. Mang fast 1.000 Jahre. Zahlreiche Kunstwerke von der Romanik bis zum Rokoko illustrieren die wechselvolle Geschichte der Abtei, die nicht nur geistlicher Mittelpunkt, sondern Herrschafts- und Kulturzentrum im Füssener Land war.

Kaisersaal
In Klosterzeiten ursprünglich als „Saal“ bezeichnet und zu Repräsentationszwecken der Abtei St. Mang genutzt, wurde dieser Raum im 20. Jahrhundert irreführend als „Fürstensaal“ tituliert. Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Matsche hat nun nachgewiesen, dass dieser Saal eindeutig als „Kaisersaal“ konzipiert wurde. Als Mittelpunkt der gesamten Klosteranlage diente seine architektonische Form und Ausstattung im 18. Jh. dem politischen Anliegen des Klosters, die Reichsunmittelbarkeit wieder zu erlangen und Reichsstift zu werden. Die Ausgestaltung demonstriert das Reich als Hort der Wissenschaften und Künste. Damit „steht das Kloster St. Mang sowohl hinsichtlich der Programmgestaltung der Säle süddeutscher Reichsfürsten und Reichsstifte als auch generell in der Ausrichtung der Ordensarbeit mit an der Spitze der fortschrittlichen Benediktinerklöster.“ (Prof. Dr. Matsche)

Diese Erstrangigkeit in der architektonischen und künstlerischen Ausstattung des Saales spiegelt sich in unserer Konzertreihe wieder, die - trotz neuer Erkenntnisse – (vorerst) weiter den gut eingeführten Namen  Fürstensaalkonzerte tragen wird.

historischer Trausaal
Zu Klosterzeiten wurde dieser Raum als Tafelzimmer genutzt. Er diente dem Abt und den Gästen des Klosters als Speisesaal. Die stuckierte Schlange in Wolkenballen am mittigen Deckenspiegel symbolisiert die Klugheit.

Colloquium
Das Colloquium wurde von den Mönchen als Versammlungsraum, Lese- und Studiersaal genutzt. Ausgemalt wurde es um 1720/1721 vom Kemptener Hofmaler Franz Georg Hermann und von italienischen Wanderarbeitern stuckiert.