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Hamburger Ratsmusik, Freitag, 15.06.2018, 20.00 Uhr

– klassik – im Abo enthalten

Simone Eckert  Pardessus- und Bass-Viola da gamba
Ulrich Wedemeier  Theorbe, Barockgitarre
Anke Dennert  Cembalo

Die Hamburger Ratsmusik: ein Ensemble mit 500-jähriger Geschichte.
Dieser Gegensatz reizt zum kreativen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart, von Alter Musik und lebendiger Interpretation. Und Hamburgs kühle Brise sorgt bis heute für allzeit frischen musikalischen Wind.

Die Anfänge der Hamburger Ratsmusik reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert. Nach dem Grundsatz „Gott zu Ehren und Hamburg zur Lust, Ergötzlichkeit und Nutz“ leistete sich die Stadt ein Eliteensemble von acht Ratsmusikern, das vielen fürstlichen Hofkapellen Konkurrenz machen konnte. Seine erste Blüte erreichte das Ensemble im 17. und 18. Jahrhundert unter führenden Musikern wie William Brade, Johann Schop, Georg Ph. Telemann und C.P.E. Bach.

Wieder auferweckt 1991 von der Gambistin Simone Eckert konzertiert das Ensemble heute in Deutschland und vielen Ländern Europas. Fast 30 CDs mit zumeist Welt-Ersteinspielungen Alter Musik für die Labels cpo, Carus, NCA, Christophorus, Thorofon, audite und Phoenix Austria und Aufnahmen für alle deutschen Rundfunksender und den ORF dokumentieren seine Wiederentdeckungen von Musik aus Renaissance, Barock und Klassik. 2006 und 2010 wurde das Ensemble mit dem dem Echo Klassik ausgezeichnet. 2016 erhält die Hamburger Ratsmusik den RITTER-Preis der Oscar und Vera Ritter-Stiftung Hamburg. Im kommenden Jahr folgen die Musiker Einladungen zu Lehr- und Vortragstätigkeit nach Oxford, GB, und zum Boston Early Music Festival, USA; für 2018 ist eine Konzertreise nach China, Honkong und Macau geplant.

Programm
Musik am Hof von Versailles
In unseren Augen heute kaum vorstellbar: Ein Staatsmann, der tanzt, der fast ebenso viel Zeit mit Musik und Tanz verbringt -tägliche vier Stunden Training! - wie mit Regieren, der in ungeheurem Maße diese Künste unterstützt, fördert, voranbringt. Ludwig XIV. erhält seinen Beinamen der „Sonnenkönig“, nachdem er im Ballet royal de la nuit, mehrere Male zwischen dem 23. Februar und 16. März 1653 aufgeführt, selbst in der Rolle der aufgehenden Sonne tanzt, namentlich als Apollon. Der königliche Tanzmeister und Hofkomponist Jean Baptiste Lully schafft in seinem Auftrag prachtvolle Opern und Ballette, die in Versailles zelebriert werden. Die besten Musiker Frankreichs finden sich hier ein, darunter François Couperin und der Gambist Marin Marais, deren gesamte Instrumentalmusik von der Tanzmusik und den Air des Cours beeinflusst ist. Ganz Europa schaut auf Frankreichs Glamour, der unter der Schirmherrschaft des tanzenden Königs steht.

Marin Marais (1656–1728)
Ballet en Rondeau
aus: “Pièces de viole, 2. Livre” Paris 1701
L’Arabesque
aus: Quatrième Livre de Pièces de Viole, Paris 1717
für Viola da gamba und Basso continuo

Robert de Visée (um 1650 - um 1732)
Entrée d’Apollon (Lully, Le Triomphe de l’Amour)
Ouverture de la Grotte de Versailles (Lully, 1668)
für Theorbe solo

Mr. Hugard (1720–1798)
Deuxième Suite in d
Sarabanda Amouroso - Le Petit Fou - Le Penitens - Cor de Chasse - Le petit Concerto
aus „La Toilette“, Paris ca. 1760
für Pardessus de Viole und Basso continuo

Charles Dieupart (ca.1667–1740)
5ème Suitte
Ouverture - Allemande - Courante - Sarabande - Menuet en Rondeau
aus: Six Suittes de Clavessin (1701)
für Cembalo solo

Marin Marais (1656–1728)
Les Folies d’Espagne
aus “Pièces de viole, 2. Livre” Paris 1701
für Viola da gamba und Basso continuo

François Couperin (1668–1733)
II. Suite
Prelude - Fuguette - Pompe Funèbre – La Chemise Blanche
aus “Pièces de Viole”, 1728
für Viola da gamba und Basso continuo

Charles Henry Blainville (1711–after 1777)
Sonata VI. G-Dur
Spiritoso - Aria Amoroso - Allegro
aus: “Premier Livre de Sonates pour le Dessus de Viole”, Genève 1754
Pardessus de Viole and basso continuo

Robert de Visée (um 1650–1720)
Suite d-Moll
Allemande - Courante - Sarabande - Gavotte - Menuet - Bourée - Gigue
für Barockgitarre solo

Antoine Forqueray  (1672–1745)
I. Suite en sol majeur
La Mandoline - La Leclair
aus “Pièces de Viole “ Paris 1747
für Viola da gamba und Basso continuo


Eintritt  25,- € / 22,- € / 12,- €

Kartenvorverkauf (ab 26. März 2018):
Tourist Information Füssen
Kaiser-Maximilian-Platz 1, 87629 Füssen
Tel. +49 (0) 8362 93850
Restkarten an der Veranstaltungskasse - eine Stunde vor Beginn

Reservierte Karten müssen spätestens 1/2 Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse abgeholt werden.

Kaisersaal

Kaisersaal im Barockkloster Sankt Mang
Lechhalde 3, 87629 Füssen
Hier finden Sie den Kaisersaal im Stadtplan