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Tianwa Yang & Nicholas Rimmer

Montag, 02.09.2018, 20.00 Uhr

Tianwa Yang
  Violine
Nicholas Rimmer  Klavier

In einer Zeit der inflationären Superlative wäre es geradezu verrückt, eine echte Ausnahmebegabung mit denselben Attributen bekränzen zu wollen, die heutzutage als schmückendes Beiwerk fast jede mittelmäßige Künstlerbiographie einleitet. Dennoch wird man nicht umhin können, Tianwa Yang zur »geigerischen Weltelite« zu zählen, wie das eine internationale Schar ausgewiesener Fachleute seit einigen Jahren mit schöner Regelmäßigkeit tun: Nicht ohne Grund hat der Bayerische Rundfunk sich zu einem Live-Mitschnitt angemeldet, um die außergewöhnliche Werkfolge, die die junge Künstlerin mit ihrem Klavierpartner Nicholas Rimmer beim Festival vielsaitig aufzuführen gedenkt, nicht zu verpassen und noch größeren Hörerkreisen mitzuteilen.

TIANWA YANG
„Heute gibt es kein Vertun mehr: Tianwa Yang ist die stärkste junge Geigerin, weit und breit", kommentierte Eleonore Büning in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Und der renommierte Streicherexperte Norbert Hornig schwärmt in "Fono Forum": "Tianwa Yang gehört zur kleinen Gruppe der geigerischen Weltelite." 2014 wurde sie mit einem ECHO Klassik als "Nachwuchskünstlerin des Jahres" sowie mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. 2015 erhielt sie einen neuerlichen ECHO Klassik, diesmal als "Instrumentalistin des Jahres".
Geboren und aufgewachsen in Peking, erhielt Tianwa Yang im Alter von vier Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Bereits in ihrer frühen Kindheit stellte sie als erste Preisträgerin von sechs Wettbewerben ihr Talent unter Beweis. Als Zehnjährige wurde sie von Lin Yaoji ins Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt Peking aufgenommen. Wenig später bezeichneten Medien in Hongkong die junge Künstlerin als "Stolz Chinas". Mit 13 Jahren spielte Tianwa Yang als bisher jüngste Interpretin die 24 Capricen von Niccolò Paganini auf CD ein. 2003 kam sie mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zum Kammermusikstudium nach Deutschland und legte damit den Grundstein für ihre Karriere in Europa. Tianwa Yang dankt Lin Yaoji, Jörg-Wolfgang Jahn und Anner Bylsma, die ihre künstlerische Entwicklung begleitet und wesentlich geprägt haben.
Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet Tianwa Yang seit 2015 an der Hochschule der Künste Bern. Im 2018 wurde sie auf eine Professur an die Hochschule für Musik Würzburg berufen.
Tianwa Yang spielt eine "Guarneri del Gesu"-Geige (1730), eine freundliche Leihgabe der "Rin Collection" in Singapur.

NICHOLAS RIMMER
Der in England geborene Pianist Nicholas Rimmer studierte Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bei Christopher Oakden und Musikwissenschaft an der Cambridge University. Er rundete seine kammermusikalische Ausbildung bei Wolfram Rieger und dem Alban Berg Quartett ab.
Er erhielt den Preis den Deutschen Musikwettbewerbs gleich zweimal: 2006 als Klavierpartner und 2010 mit dem Leibniz Trio. 2009 gewann er zusammen mit Nils Mönkemeyer den Parkhouse Award in London.
2011 wurde Nicholas Rimmer in der Kritikerrubrik des Fachmagazins Fonoforum als einer der ‘Nachwuchskünstler des Jahres’ nominiert.

Tianwa Yang hat sich durch die aktuelle Devise zu einer sehr unorthodoxen Reise inspirieren lassen. Robert Schumanns konzentrierte  Violinsonate Nr. 1 a-moll op. 105, drei Jahre vor dem nervlichen Zusammenbruch noch im Vollbesitz der schöpferischen Kräfte geschrieben, geht der sechsten Solo-Etüde »Wiegenlied für Salome« des 1973 geborenen Komponisten Jörg Widmann voraus, bevor im zweiten Teil der amerikanische »Bad Boy of Music« George Antheil mit seiner handlichen zweiten Violinsonate, bei deren Uraufführung der Dichter Ezra Pound die obligate Trommel schlug, die ersten jazzigen Elemente beisteuert. Der stille Ausklang dieses Werkes fließt förmlich in die minimalistisch-virtuosen Fratres des estnischen Sonderlings Arvo Pärt hinüber – und endlich darf Maurice Ravel, den eine indignierte Dame nach der Premiere seines Bolero für verrückt erklärte, mit seiner funkelnden, ganz nahe an Jazz und Blues gebauten Violinsonate einen spektakulären Schlusspunkt setzt.

Programm
Robert Schumann  Sonate Nr. 1 a-Moll op 105
Jörg Widmann  Etude für Violine Solo Nr. 6 „Wiegenlied für Salome“
George Antheil  Violinsonate Nr. 2
Arvo Pärt  Fratres
Maurice Ravel  Violinsonate


Das Konzert vom 02.09.2019 mit Tianwa Yang und Nicholas Rimmer wird am 09.11.2019,  ab 15.05 Uhr in der Reihe „On stage“ auf BR-KLASSIK gesendet.


Eintritt
  25,- / 22,- / 12,- €

Veranstaltungsort  Kaisersaal im Barockkloster St. Mang, Lechhalde 3, 87629 Füssen

Veranstalter  Kulturamt der Stadt Füssen, Tel. + 49 (0) 8362 903146

Kartenvorverkauf
Tourist Information Füssen
Kaiser-Maximilian-Platz 1, 87629 Füssen
Tel. +49 (0) 8362 93850
Restkarten an der Veranstaltungskasse (Museumseingang) - eine Stunde vor Beginn

Die Rücknahme oder der Umtausch von gekauften Karten sowie langfristige Kartenreservierungen sind ausgeschlossen.
Die Reservierung von Rollstuhlplätzen ist nur beim Kulturamt möglich, spätestens 1 Woche vor dem Konzerttermin.
Versandpauschale 4,- €

Sponsoren und Förderer


Buchhandlung Bruhns
87629 Füssen