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Faire-Handels-Organisationen und Verbände

Sie haben es in der Hand

Wer sich beim Kauf für fair gehandelte Produkte entscheidet, unterstützt ein Wirtschaftsmodell, das konkret gegen die großen sozialen und wirtschaftlichen Schieflagen weltweit arbeitet.

Drei Ansätze, eine Richtung

Fairer Handel, biologischer Anbau und regionale Vermarktung gehören zusammen, denn sie garantieren eine nachhalte Entwicklung weltweit.

  • Fair:
Bezahlen, was das Produkt wert ist
  • Bio:
Gesund - auch für Tiere, Pflanzen und Böden
  • Regional:
Kurze Wege erhalten Arbeitsplätze und Kaufkraft in der Region

Faire-Handels-Organisationen

Die Fairen Handelsorganisationen stehen mit ihrer gesamten Unternehmenspolitik hinter den Grundsätzen des Fairen Handels und handeln transparent und partnerschaftlich.

BanaFair betreibt Fairen Handel mit kleinbäuerlichen Bananenproduzentengruppen und kooperiert institutionell und projektbezogen mit Partnerorganisationen, die sich in den Erzeugerländern für die Verbesserung der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einsetzen. Der Verein macht in Deutschland Bildungs-, Öffentlichkeits-, Lobby- und Kampagnenarbeit.
Vom Fairen Handel der dwp Fairhandelsgenossenschaft profitieren weltweit seit 1988 Kleinbauernfamilien und Kleinproduzenten – heute sind es rund 50.000.
Denn dwp – die WeltPartner stehen für Partnerschaften auf Augenhöhe, die weit über Zahlung fairer Preise hinausgehen. Die Qualität des Handelns zeigt sich in der Verbesserung der Lebenssituation der Fairhandelspartner sowie in einem breiten fair+bio-Sortiment.
El Puente ist ein Fair-Trade-Unternehmen, das Lebensmittel und Handwerksprodukte aus Afrika, Asien und Lateinamerika importiert und vertreibt. El Puente pflegt langjährige und direkte Handelspartnerschaften mit Kleinbauern, Familienbetrieben und lokalen Fairhandelsorganisationen in 40 Ländern. Mit rund 5.000 Kunsthandwerksprodukten und Lebensmitteln bietet El Puente ein breit gefächertes Sortiment an ausschließlich fair gehandelten Waren: Kaffee, Tee, Gewürze, Mode, Haushaltsgegenstände, Spielzeug, Tierbedarf etc. El Puente vertreibt seine Produkte in den 800 Weltläden in Deutschland und Europa sowie über einen Online-Shop. Die Einhaltung der Fairhandels-Standards wird von der World Fair Trade Organization (WFTO) garantiert.
Die Arbeit von El Puente begann Anfang der 1970er Jahre mit dem Import von Kunsthandwerksprodukten aus Lateinamerika. Damit gehört El Puente zu den Pionieren der Fairhandels-Bewegung in Europa.
Vor über 40 Jahren gegründet, ist die GEPA inzwischen die größte deutsche und europäische Fair-Handels-Organisation. Sie handelt mit etwa 144 Genossenschaften (Stand 2017) und sozial engagierten Privatbetrieben aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa. Fairer Handel ist der Kern der GEPA-Unternehmensphilosophie. Produzenten nachhaltig unterstützen, Konsumenten aufklären und zur Veränderung ungerechter Welthandelsstrukturen beitragen: Das haben die Gesellschafter der GEPA, kirchliche Hilfswerke und Jugenddachverbände, der GEPA "ins Stammbuch" geschrieben. Die GEPA ist Teil der internationalen Fair-Handelsbewegung: Als Mitglied des Forums Fairer Handel, der EFTA und der WFTO setzt sie sich zusammen mit vielen engagierten Menschen in Weltläden und Aktionsgruppen für eine Veränderung von ungerechten Welthandelsstrukturen ein. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u.a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 als "Deutschlands nachhaltigste Marke"; gleichzeitig wurde sie dabei unter die Top 3 der nachhaltigsten Kleinunternehmen (bis 499 Mitarbeiter) gewählt. Außerdem hat sich die GEPA nach dem neuen Garantiesystem der WFTO prüfen lassen.
Seit 45 Jahren arbeitet GLOBO nach den Prinzipien des Fairen Handels. Als Spezialist für Kunsthandwerk bietet GLOBO mehr als 3.000 Artikel aus Afrika, Asien und Lateinamerika an. Durch die Bezahlung fairer Preise für ihre Ware, den Aufbau langfristiger Handelsbeziehungen und den Respekt vor selbstbestimmten, traditionellen Arbeitsweisen bekommen die Produzenten die Möglichkeit, sich gegen soziale und wirtschaftliche Ausbeutung zu wehren und für ihre Rechte und die Wahrung ihrer Identität einzustehen. Vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrungen in der Vermarktung von Kunsthandwerk bietet GLOBO den Werkstätten kompetente Beratung und Unterstützung.

Verbände

Der Weltladen-Dachverband wurde 1975 als bundesweite Interessenvertretung der Weltläden gegründet. Er unterstützt die Arbeit seiner Mitglieder in den Bereichen Marketing, Bildung und politische Kampagnen. Mit seinen Überprüfungs- und Monitoringinstrumenten leistet er einen Beitrag zur Glaubwürdigkeit der Weltläden. Aktuell sind im Weltladen-Dachverband rund 440 Weltläden und Aktionsgruppen organisiert.
Der FAIR BAND Bundesverband für fairen Import und Vertrieb e.V. wurde 2013 als Interessenverband für faire Importeure und Händler gegründet. Heute vertritt der eingetragene Verein 37 Mitgliedsfirmen. Der Fair-Band versteht sich als aktives Bindeglied zwischen Produzent*innen, seiner Mitgliedsfirmen und den Konsument*innen. Ein wichtiges Anliegen ist es, den Fairen Handel zu fördern und zu stärken. Dabei stehen Authentizität und direkte persönliche Zusammenarbeit mit den Partner-Organisationen aus dem Süden im Vordergrund. Der Fair-Band sieht den Fairen Handel als Prozess, in dem die gegenseitige Unterstützung und Vernetzung ausschlaggebend für den Ausbau von Erfolgen und die Überwindung von Herausforderungen sein kann. Die Selbstverpflichtung der Mitgliedschaft.
Dazu ist ein strenges Aufnahmeverfahren und ein verbindliches Monitoring eingerichtet. Im Aufnahmeverfahren wird insbesondere auf die Länder- und Produktkompetenz der Mitglieder zurückgegriffen. Das Monitoring baut sich um den sog. „Dialog“ herum auf: öffentlichen Veranstaltungen, bei denen die Mitglieder sich kritischen Fragen stellen und Anregungen für die Weiterentwicklung ihrer Arbeit erhalten.

 Siegelorganisationen

Das Fairtrade-Siegel steht für fair angebaute und gehandelte Produkte: alle Zutaten eines Produktes, die unter Fairtrade-Bedingungen erhältlich sind, müssen Fairtrade-zertifiziert sein. Dies gilt auch für Mischprodukte (z.B. Schokolade oder Eiscreme). Dies ermöglicht den Kleinbauernkooperativen stabilere Preise sowie langfristigere Handelsbeziehungen. Sowohl Bäuerinnen und Bauern als auch Beschäftigte auf Plantagen erhalten eine zusätzliche Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Die Standards enthalten darüber hinaus Kriterien zu demokratischen Organisationsstrukturen, Umweltschutz und sicheren Arbeitsbedingungen.
www.fairtrade-deutschland.de
Das Naturland Fair Siegel zeichnet Produkte aus, die neben den strengen ökologischen und sozialen Anforderungen, zusätzlich den Kriterien des Fairen Handels entsprechen. Die Naturland Fair -Richtlinien wurden in enger Kooperation mit den Fair-Handels-Organisationen entwickelt. Sie beruhen auf international definierten Standards.
Das Produkt-Siegel kann bei Einhaltung bestimmter Kriterien um eine Unternehmensaus-zeichnung erweitert werden. Zudem bezieht die Zertifizierung, anders als das Fairtrade-System auch ErzeugerInnen aus dem Norden in den Fairen Handel ein.
www.naturland.de/de/