Historisches Rathaus
Städtische Mitteilung
Experten untersuchen Sicherheit des Tragwerks
Im Zuge der Machbarkeitsstudie zur Sanierung des historischen Rathauses Füssen haben Mitarbeiter des Büros Kayser+Böttges Ingenieure und Architekten GmbH kürzlich mehrere Stellen im Gebäude untersucht, um den Zustand der Tragwerke zu untersuchen. Begleitet wurde die Maßnahme von Fachrestauratoren.
Die sogenannte Bauteilöffnung ist Teil des Vorprojekts der Machbarkeitsstudie zur Sanierung, mit der das Büro Pfanzelt Architekten beauftragt ist. Geöffnet wurden die entsprechenden Stellen mit Unterstützung städtischer Handwerker, der Firma Velle sowie des Steinmetzes Marinus Bair.
Das Foto zeigt (von links): Marie Kremer (Gutachterin bei Kayser+Böttges Ingenieure und Architekten), Architekt Dr. Alexander Pfanzelt, Bauingenieur Sebastian Fügener (Kayser+Böttges Ingenieure und Architekten GmbH).
Ziel der Arbeiten war, die Gebäudetragwerke auf statische Mängel zu überprüfen „Wir schauen uns alle neuralgischen Punkte an“, sagte Dr. Alexander Pfanzelt, bei einer Begehung.
Die Fachleute maßen exemplarisch im 1. Obergeschoss und Dach die Stärke und Dicke der Balken und prüften, welche Schäden in den letzten 300 Jahren entstanden sind. Solche können etwa durch Feuchtigkeit, Insekten oder Pilzbefall entstehen. Neben der statischen Tragwerksicherheit wurde auch geprüft, ob Mängel bezüglich des Brandschutzes bestehen.
„Denkmal nationaler Bedeutung“
Die Sanierung ist ein Mammutprojekt. Schon das Vorprojekt zur Machbarkeitsstudie wird sich bis mindestens nächstes Jahr hinziehen. Die Zeit braucht es aber; denn „das ist ein Denkmal nationaler Bedeutung“, sagte Pfanzelt. Und im Denkmalbereich plane man immerhin für die nächsten 200 Jahre.
„Unser historisches Rathaus ist eines der bedeutendsten Gebäude Füssens und ein Stück unserer Stadtgeschichte. Bevor wir über die Sanierung entscheiden, müssen wir genau wissen, in welchem Zustand die Bausubstanz ist und welche Maßnahmen erforderlich sind. Diese sorgfältige Untersuchung ist die Grundlage dafür, das Rathaus dauerhaft zu erhalten“, sagt Erster Bürgermeister Maximilian Eichstetter.