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Städtische Mitteilung

Technik umfassend modernisiert

16 Tonnen Technik für die Arena: Neuer Videowürfel mit 144 Quadratmetern Bildfläche

Stadt Füssen modernisiert Videotechnik, Sicherheitstechnik, Lautsprecheranlage und Beleuchtung.

© Stadt Füssen

Die technische Ausstattung der Arena in Füssen wurde umfassend modernisiert. Herzstück ist der neue Videowürfel: Die insgesamt 16 Tonnen schwere Anlage verfügt über vier LED-Bildflächen mit jeweils acht Metern Breite und 4,5 Metern Höhe. Damit stehen auf jeder Seite 36 Quadratmeter und insgesamt 144 Quadratmeter Bildfläche zur Verfügung.

Das Projekt umfasst neben dem Videowürfel eine vollständige Neukonzeption der Sicherheitstechnik, der Lautsprecheranlage, Brandschutzmaßnahmen und der Beleuchtung. Damit entwickelt die Stadt Füssen die Arena sowohl für den Sportbetrieb als auch für Veranstaltungen weiter.

„Unser neuer Videowürfel ist mit seinen 16 Tonnen ein echtes Biest und eine beeindruckende technische Leistung. Hinter dem weithin sichtbaren Ergebnis steckt eine anspruchsvolle Planung und Umsetzung von der vollständigen Neuberechnung der Statik bis zur Modernisierung der gesamten Veranstaltungstechnik“, erklärt Erster Bürgermeister Maximilian Eichstetter.

Spielinformationen und Veranstaltungsinhalte auf allen vier Seiten

Die vier Bildflächen ermöglichen es, Spielstände, Spiel- und Pausenzeiten, Spielabschnitte, Verlängerungen, Auszeiten und bis zu drei Strafzeiten je Mannschaft darzustellen. Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten damit auf allen vier Hallenseiten Informationen zum Spielgeschehen. Darüber hinaus können Videos, Werbung und weitere Veranstaltungsinhalte gezeigt werden.

Jede Seite verfügt über eine Auflösung von 2.048 × 1.152 Pixeln im Bildformat 16:9. Insgesamt ergibt das rund 9,44 Millionen Pixel. Ein Pixelabstand von 3,9 Millimetern, eine Helligkeit von 6.000 Candela pro Quadratmeter und eine Bildwiederholrate von 7.680 Hertz bilden die technische Grundlage für eine helle und flüssige Darstellung. Der Betrachtungswinkel beträgt horizontal und vertikal jeweils 160 Grad. Die LED-Bildflächen verfügen zudem über eine zertifizierte Ballwurfsicherheit nach DIN 18032-3.

Die Eishockey-Anzeigevorlagen orientieren sich an den Vorgaben von DEL und DEB und können im individuellen Vereinsdesign gestaltet werden. Die Bedienung am Zeitnehmerplatz erfolgt über einen Sieben-Zoll-Touchscreen und eine zusätzliche Folientastatur. Das System unterstützt insgesamt 17 Sportarten.

Zur vorgesehenen Ausstattung gehören außerdem die Ansteuerung der Tor- und Drittelendbeleuchtung sowie des Hupensignals. Schnittstellen ermöglichen die Weitergabe von Spieldaten an weitere Bildschirme und TV-Systeme. Auch eine Anbindung an das Videobeweissystem Streamworks IRS ist vorgesehen.

Anspruchsvolle Statik und umfassende technische Erneuerung

Der Einbau der 16 Tonnen schweren Anlage stellte besondere Anforderungen an die Tragwerksplanung. Statiker Dr. Mohr aus Kempten berechnete die Statik hierfür vollständig neu. Architekt Harbich begleitete ebenfalls die Umsetzung.

Zur Konstruktion gehören eine schwarz pulverbeschichtete Stahlunterkonstruktion sowie vier elektrische Kettenzüge mit zentraler Steuerung. Eine Video-Workstation, ein Bedienmonitor und ein Videocontroller mit Glasfaserübertragung ergänzen die Regietechnik.

Auch die Beleuchtung wurde umfassend neu konzipiert. Die Planung umfasst unter anderem 60 RGBW-LED-Leuchten, 20 bewegliche Profilscheinwerfer, ein professionelles Lichtpult und 180 laufende Meter Traversen. Gemeinsam mit der erneuerten Lautsprecheranlage und Sicherheitstechnik schafft dies die technische Grundlage für den weiteren Sport- und Veranstaltungsbetrieb.

Förderung entlastet die Stadt Füssen

Die Gesamtkosten des Projekts betragen nach den vorliegenden Angaben 995.000 Euro und weitere rund 1,2 Millionen Euro für Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen. Davon werden 450.000 Euro durch eine Förderung aus einer Fraktionsinitiative gedeckt und die Sicherheitsmaßnahmen mit rund 78% von Bund und Land gefördert. 

„Diese Förderung ist für die Stadt Füssen eine wichtige Unterstützung. Wir investieren damit in die technische Ausstattung einer zentralen Sport- und Veranstaltungsstätte unserer Stadt“, betont Eichstetter.

Seinen besonderen Dank richtet der Bürgermeister an alle Beteiligten: „Mein herzlicher Dank gilt Dr. Mohr aus Kempten und Architekt Harbich für die fachliche Begleitung dieser anspruchsvollen Aufgabe. Besonders danke ich unserem Technischen Leiter Sven Steinhauer und Marie Delarbre für ihren großen Einsatz bei der Umsetzung des Gesamtprojekts. Ebenso danke ich allen beteiligten Lieferanten und Unternehmen, die diese Modernisierung möglich gemacht haben.“