städtische Baumaßnahmen

laufende Baumaßnahmen

Die Stadt Füssen saniert ab Montag, 24. August 2026, die Weidachstraße und den Schwedenweg.
Neben der Erneuerung der Fahrbahndecken werden auch Gehwege, Randsteine und die Straßenentwässerung instand gesetzt.
Die wesentlichen Arbeiten sollen nach aktuellem Planungsstand bis Ende September 2026 abgeschlossen sein.
 
In der ersten Bauphase vom 24. August bis 11. September 2026 werden die notwendigen Vorarbeiten ausgeführt.
Dazu gehören die Herstellung und Anpassung von Gehwegabsenkungen, das Neuversetzen beziehungsweise der Austausch verschiedener Randsteine sowie die Instandsetzung der Einlaufkästen und der Straßenentwässerung.
Gleichzeitig werden Fahrbahn und Nebenflächen für die anschließenden Asphaltierungsarbeiten vorbereitet.
 
Die Asphaltierung der Hauptfahrbahn ist für Mitte beziehungsweise Ende September vorgesehen.
Sie erfolgt nachts und wird auf zwei Bauabschnitte verteilt, um die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten.
Während der Arbeiten kann die Weidachstraße in den jeweils betroffenen Abschnitten nicht befahren werden.
Die genauen Termine und Sperrzeiten werden den Anliegerinnen und Anliegern rechtzeitig in einer gesonderten Information mitgeteilt.
 
Anschließend werden die noch ausstehenden Nebenflächen der Hauptfahrbahn sowie die Kreuzungsbereiche asphaltiert werden.
Danach folgen die Asphaltierung der Gehwege sowie die erforderlichen Fertigstellungs- und Anpassungsarbeiten.
 
„Mit der Sanierung investieren wir in eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in der Weidachstraße und im Schwedenweg.
Neben der Fahrbahn werden auch die Gehwege und die Straßenentwässerung umfassend instand gesetzt.
Uns ist bewusst, dass die Arbeiten für die Anliegerinnen und Anlieger mit vorübergehenden Einschränkungen verbunden sind.
Für ihr Verständnis und ihre Geduld bedanken wir uns bereits im Voraus“, erklärt Bürgermeister Maximilian Eichstetter.
 
Während der Bauzeit kann es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen, Einschränkungen bei der Zufahrt zu Grundstücken und zu Lärmbeeinträchtigungen kommen.
Insbesondere während der Asphaltierungsarbeiten werden einzelne Bereiche vorübergehend nicht befahrbar sein.
 
Der Bauzeitenplan entspricht dem aktuellen Planungsstand.
Witterungseinflüsse, technische Erfordernisse oder unvorhergesehene Umstände können zu kurzfristigen Änderungen führen.
Die Stadt Füssen wird über wesentliche Änderungen sowie die konkreten Termine der nächtlichen Asphaltierungsarbeiten rechtzeitig informieren.

Die Straßen- und Kanalsanierung im Königstraße und der Hutlerbergweg wird in zwei Bauabschnitten statt finden. 
Bauabschnitt 1: Tiroler Straße bis Hutlerbergweg
Bauabschnitt 2: Hutlerbergweg und obere Teil des Königstraße

Dauer der Maßnahme: je nach Witterung ca. 5 Monate

Geplanter Baubeginn: 22. Juni 2026 bis voraussichtlich November 2026

Übersichtsplan: Königstraße_Hutlerbergweg_Übersichtsplan.png

Die König-Ludwig-Brücke wird in zwei Abschnitten saniert. Der Erste beginnt am 04.05.2026 und dauert voraussichtlich bis August 2026. In dieser Zeit ist die Brücke nur einseitig befahrbar (Ampelverkehr).

Auftraggeber ist das Staatliche Bauamt aus Kempten. Weitere Info´s siehe Pressemitteilung 

Stand April 2026: Mit dem Bau des Fußgängersteges wurde begonnen. Hier wird eine neue Plattform am Ufer des Hopfensee errichtet, welcher zukünftig von den Fußgängern genutzt wird. Er wird errichtet im Bereich der Uferstraße 9 bis 18, da dort der Weg für beide Verkehrsteilnehmer zu schmal ist. Der jetzige Geh- und Radweg ist dann der neue Radweg.

Grundinfos: Das staatliche Bauamt Kempten als Eigentümer der Straße schliesst die Lücke des Geh- und Radweges entlang der St2008 in der Ortsdurchfahrt Hopfen am See, Uferstraße. Bauherr und Kostenträger ist das Staatliche Bauamt Kempten

Die Arbeiten beginnen am Montag, 16.03.2026 mit der Einrichtung der Baustelle auf dem nördlichen Parkplatz Hopfensee Ost. Parallel dazu beginnen die Erschliessungsarbeiten im Bereich des künftigen Fußgängersteges. Der Bau des Fußgängersteges bildet den ersten Bauabschnitt der Maßnahme.

Um die Beeinträchtigungen für den Ort Hopfen am See zu minimieren und die verkehrlichen Einschränkungen auf kurze Bereiche zu reduzieren, ist die Baustelle in insgesamt 5 Bauabschnitte unterteilt, die bis Herbst 2027 abgearbeitet werden.  Die geschätzten Kosten für die gesamte Maßnahme liegen bei ca. 5,6 Mio. €

Für ausführliche Informationen siehe die Pressemitteilung des Straßenbauamtes Kempten

Neubau der Kindertagesstätte Weißensee

Nach intensiver Suche nach einem geeigneten Standort für den Neubau einer Kindertagesstätte in Weißensee hat sich die Stadt Füssen dazu entschlossen, im Ortsteil Weißensee in der Schlickestraße eine moderne und zukunftsfähige Betreuungseinrichtung zu errichten.

Ziel ist es, eine nachhaltige und zeitgemäße Kindertagesstätte zu schaffen, die den Wegfall der bestehenden Kinderschule in der Pfrontener Straße nahtlos kompensiert und zugleich neue pädagogische Standards erfüllt. Unter dem Leitsatz „Kleine Menschen – große Verantwortung“ versteht die Stadt Füssen diesen Neubau als Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Kindern von Anfang an einen sicheren, fördernden und liebevollen Ort zu bieten, ist ein zentrales Anliegen der Stadtentwicklung im Ortsteil Weißensee.

Die neue Einrichtung wird Platz für drei Gruppen bieten – zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe – und somit Betreuungskapazitäten für bis zu 65 Kinder schaffen.

Projektdaten im Überblick

Ort des Neubaus
Schlickestraße · 87629 Weißensee

Bauherr und Träger
Stadt Füssen

Planungsbüros
    - Objektplanung: Architekturbüro Martin & Lieb, Füssen
    - Tragwerksplanung (Statik): Ing.-Büro Haug, Wertach
    - Elektroplanung (ELT): Ing.-Büro Körbl & Feneberg, Füssen
    - Heizung/Lüftung/Sanitär (HLS): Ing.-Büro Seib, Großostheim
    - Freianlagenplanung: Geiger&Waltner, Kempten

Zeit- & Finanzrahmen
    - Projektlaufzeit: 2025 – 2027
    - Geplante Projektkosten: ca. 4,55 Mio. €
        - davon ca. 1,47 Mio. € Eigenmittel der Stadt Füssen
        - davon ca. 2,79 Mio. € Fördermittel des Freistaats Bayern
        - davon ca. 0,27 Mio. € Fördermittel des Bundes

Projektbeschreibung
Mit dem Bau setzt die Stadt ein starkes Zeichen für Familienfreundlichkeit, frühe Bildung und soziale Verantwortung – mit nachhaltiger Bauweise und modernen pädagogischen Rahmenbedingungen.

Förderung
Dieses Projekt wird durch den Freistaat Bayern aus Mitteln des Bayerischen Finanzausgleichsgesetzes (BayFAG) sowie durch das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes gefördert.

Seit 2022 wird die Grund- und Mittelschule in großem Umfang saniert und umgebaut. 

Kürzlich wurde der erste Bauabschnitt fertiggestellt. Anbei sehen Sie einen ausführlichen Bericht (PDF) mit Zahlen und Fakten.

Am Samstag, 27.06.2026 sind die Architektouren 2026 (PDF) in Füssen.

Allgemeine Informationen zur Erschließung
Mit der Aufstellung des Bebauungsplans und der Umlegung wurden die Voraussetzungen für das neue Baugebiet „O75 – Weidach Nordost II“ geschaffen. Ziel ist ein modernes, vielfältiges und zukunftsorientiertes Wohnquartier im Norden von Füssen.


Erste Ausbaustufe (Bauphase 1)
In der ersten von insgesamt drei Bauphasen werden folgende Arbeiten umgesetzt:
- Verlegung aller notwendigen Erschließungsmedien (Wasser, Abwasser, Oberflächenentwässerung, Beleuchtung, Breitband)
- Anschluss an den bestehenden Kanal in der Weidachstraße
- Ausbau der U-förmigen Wohnstraße mit Randeinfassungen und Asphalttragdeckschicht
- Bündiger Anschluss an bestehende Straßenbefestigungen
- Verkehrsberuhigende Aufpflasterungen mit hochwertigem Granitpflaster (gesägte Kanten, gestockte Oberfläche, verschiedene Grautöne)
Die weiteren Erschließungswege werden flexibel und bedarfsgerecht parallel zum Baufortschritt der angrenzenden Quartiere hergestellt.


Zeitplan
- Baubeginn: Frühling 2025
- Geplantes Bauende (1. Ausbaustufe): Herbst 2026
Ab diesem Zeitpunkt sind die Grundstücke bebaubar. Bitte beachten Sie, dass es durch besondere Ereignisse (z. B. Witterung oder technische Verzögerungen) zu Terminverschiebungen kommen kann. Den genauen zeitlichen Ablauf entnehmen Sie bitte den nachstehend verlinkten Bauzeitenplänen:
- Bauzeitenplan für 2025
- Bauzeitenplan für 2026


Aktueller Baufortschritt & Ausführungsstand
Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet O75 verlaufen weiterhin planmäßig. Nachfolgend der Überblick über den bisherigen Bauverlauf:
August 2025
- Die Arbeiten zur Verlegung der Versorgungssparten (Stromversorgung und Telekommunikation) werden fortgesetzt
Mai 2025
Im Zeitraum Mai bis Juli 2025 erfolgte die Herstellung der zentralen Infrastrukturleitungen im öffentlichen Bereich. Dazu zählen insbesondere:
- die Trinkwasserleitung zur Versorgung des Baugebiets
- der Schmutzwasserkanal zur Ableitung häuslicher Abwässer
- die Regenwasserableitung im öffentlichen Straßenraum (u.a. Anschluss an Versickerungssysteme)
April 2025
- Offizieller Beginn der Erschließungsarbeiten am 03.04.2025 (Artikel aus der Allgäuer Zeitung)
März 2025
- Information an Anlieger: Schreiben vom 26.03.2025 mit Hinweisen zum Ablauf der Erschließung
November 2024
- Vorbereitung des Baufelds: Rückbau und Abriss der beiden Holzstädel auf dem zukünftigen Bauareal


Technische Eckdaten
- Gesamtfläche: ca. 5 Hektar
- Geplante Bebauung: über 50 Gebäude mit bis zu 122 Wohneinheiten
- Bauparzellen im städtischen Eigentum: 22 Grundstücke (Stadt Füssen)
- Bebauungsstruktur: vorgesehen sind Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, sogenannte Kettenhäuser sowie mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser


Zusammenfassung
Das Baugebiet „O75 – Weidach Nordost II“ ist ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Stadtentwicklung in Füssen. Durch die gezielte Mischung unterschiedlicher Wohnformen, Parzellengrößen und Preiskategorien entsteht ein lebendiges Quartier mit hoher Wohn- und Aufenthaltsqualität – offen für Familien, Paare und Generationen.


Weitere Hinweise und Hintergrundinformationen zum Baugebiet

Gefahrenquelle Grundwasser
Eine Beanspruchung durch drückendes Grundwasser liegt vor, sofern der höchste in der Vergangenheit gemessene Grundwasserstand (HGW) den Bereich der Kellerkonstruktion berührt. Der Grundwasserstand variiert in Abhängigkeit von der Stauhöhe des Forggensees und kann gegebenenfalls auch im Bereich von Kellern oder Tiefgaragen liegen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, neben einer ausreichenden Bauwerksgründung und der wasserdichten Ausbildung der Untergeschosse (z. B. Keller, Tiefgaragen) folgende besondere Vorsorgemaßnahmen zu treffen:
- Wasserdichte Umschließung von Öffnungen in der Kellerumfassung, wie Fenster, Treppen o. s. Bauwerksöffnungen, deren Brüstung unter dem HGW liegt
- Druckwasserdichte Ausbildung tiefliegender Türen und Fenster, sofern diese unter dem HGW liegen
- Bauwerksabdichtungen mindestens bis zum HGW, gegebenenfalls auch über das Gelände hinaus
- Sicherung gegen Rückstau im Kanalsystem, beispielsweise durch den Einbau von Hebeanlagen
- Sicherstellung der Auftriebssicherheit der Gebäude, z. B. durch geeignete Maßnahmen wie Plattenüberstand oder Verankerungen
Diese Maßnahmen sind essenziell, um Schäden durch drückendes Grundwasser zu vermeiden und die Dauerhaftigkeit der Bauwerke zu gewährleisten.


Verlauf der Grundwasserstände
Einen Überblick über die Grundwasserstände finden Sie hier in der Grundwasser-Ganglinie.


Empfehlung für Planfertiger und Bauherren
Bitte beachten Sie, dass sich die rechtlichen Anforderungen je nach Bebauungsplan und städtebaulicher Satzung unterscheiden können. Eine pauschale Aussage zu den einzuhaltenden Vorschriften ist daher nicht möglich.
Wir empfehlen Ihnen, bereits frühzeitig Kontakt mit dem Bauamt sowie – bei Fragen zur technischen Erschließung – mit den Stadtwerken Füssen aufzunehmen.Gerne können Sie uns Ihre Planungsentwürfe zur Vorabprüfung als PDF-Datei zusenden.Wenden Sie sich hierfür bitte direkt an den Fachbereich Planen & Bauen. Die Kontaktdaten finden Sie weiter unten auf dieser Seite.


Abwasserbeseitigung & Trinkwasserversorgung
Die Abwasserentsorgung und Trinkwasserversorgung im Baugebiet erfolgt durch den Eigenbetrieb Stadtwerke Füssen.
Vor der Herstellung des Anschlusskanals sind die entsprechenden Entwässerungspläne zur Genehmigung bei den Stadtwerken Füssen einzureichen.
Wir empfehlen, bereits in der Planungsphase Kontakt mit den Stadtwerken aufzunehmen, um technische Details – insbesondere zu den Hausanschlussleitungen – frühzeitig abzuklären. Weitere Informationen und technische Vorgaben zur Planung und Herstellung von Grundstücksentwässerungsanlagen sowie zur Wasserversorgung finden Sie auf der Internetseite der Stadtwerke Füssen. Bei Fragen zum Hausanschluss für Trinkwasser und Abwasser wenden Sie sich bitte ausschließlich an die Stadtwerke Füssen.


Fragen zum Baugebiet? 
Ansprechpartner bei der Stadt Füssen sind:        Ansprechpartner bei den Stadtwerken Füssen sind:

Technisches Bauamt - Baubegleitung
Herr Johannes Melkersen 
Telefon: +49 8362 903-160
E-Mail: tiefbau(at)stadt-fuessen.de

Herr Manuel Gugliotta, Abwasserbeseitigung
Telefon: +49 8362 3002-922
E-Mail: m.gugliotta(at)stadtwerke-fuessen.de

Liegenschaftsamt (Grundstücksverwaltung)
Frau Sarah Schanda
Telefon: +49 8362 903-193
E-Mail: liegenschaften(at)stadt-fuessen.de

Herr Dennis Müller, Trinkwasserversorgung
Telefon: +49 8362 3002-911
E-Mail: d.mueller(at)stadtwerke-fuessen.de

Bauverwaltung (Planen)
Frau Alicia Eckert oder Alexandra Wolf
Telefon: +49 8362 903-178 oder -151
E-Mail: bauamt(at)stadt-fuessen.de


Relevanten Unterlagen zum Baugebiet in PDF-Format

Die Stadt Füssen übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der auf dieser Website bereitgestellten Informationen, einschließlich der zum Download angebotenen Dokumente.

Bildergalerie zum Neubaugebiet O75 – viel Freude beim Durchblättern!

Eckpunkte zum Vorhaben
Projekt:                        Revitalisierung des Lorchhauses
Bauherr:                      Heilig-Geist-Spitalstiftung Füssen
Standort:                     Floßergasse 2, 87629 Füssen
Baujahr:                       ca. 16. Jahrhundert
Einzeldenkmal:           Az-Nr. D-7-77-129-59 (LRA-OAL)
Nutzungskonzept:      Gewerbliche Nutzung
Status:                          Entwurfsplanung mit Kostenberechnung i. H. v. rd. 2,0 Mio. €

Ein historisches Gebäude erhält eine neue Zukunft
Nur wenige Meter vom historischen Rathaus entfernt, mitten in der Altstadt von Füssen, befindet sich ein ganz besonderes Gebäude: das sogenannte Lorch-Haus in der Floßergasse 2. Es zählt – wie bauhistorische Untersuchungen belegen – zu den ältesten erhaltenen Häusern der Stadt.
Die ältesten Holzbalken des Hauses wurden auf das Jahr 1465 datiert. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1557, als das Gebäude im Besitz von Jörg Baumgartner war, dem Betreiber einer sogenannten Badstube. Damals waren öffentliche Badestuben für viele Bürgerinnen und Bürger die einzige Möglichkeit, ein warmes Bad zu nehmen – entsprechend wichtig war ihre Rolle als soziale Einrichtung. Auch in Füssen gehörte sie zum städtischen Leben und erfüllte eine zentrale hygienische wie gesellschaftliche Funktion.

Das Lorch-Haus und seine Namensgeber
Benannt ist das geschichtsträchtige Gebäude nach der Familie Lorch. Im Jahr 1938 erwarb Max Lorch das Haus und übergab es 1957 an seinen Sohn Josef (genannt „Sepp“) Lorch – einen bekannten Füssener Restaurator, Künstler und Heimatpfleger, der sich durch zahlreiche Arbeiten am kulturellen Erbe der Stadt verdient machte.
Mit großem handwerklichem Können und historischem Gespür widmete er sich der Restaurierung zahlreicher denkmalgeschützter Gebäude und sakraler Kunstwerke in der Region. Sein umfangreiches Werkverzeichnis umfasst über 70 restauratorische Projekte, davon allein 26 in seiner Heimatstadt Füssen. Zu seinen herausragenden Arbeiten zählen u. a.:
-  die Innenrestaurierung der Füssener Spitalkirche St. Sebastian,
-  die Fassadenmalerei am historischen Mögele-Haus in der Ritterstraße mit Darstellung der örtlichen Geigenbaukunst,
-  sowie zahlreiche Beiträge zur Erhaltung von Altstadthäusern, darunter sein eigenes Wohnhaus in der Floßergasse, das sog. „Lorch-Haus“, das heute als Kulturdenkmal gilt.
Auch über Füssen hinaus war Sepp Lorch ein gefragter Experte: Er arbeitete u.a. an der Restaurierung der Deckenmalereien der Asamkirche St. Johann Nepomuk in München, wirkte am Schloss Neuschwanstein mit und war an Sanierungsmaßnahmen in bedeutenden Kirchen und Klöstern in Lindau, Kempten, Memmingen, Ottobeuren und Kaufbeuren beteiligt.

Neues Leben für das Lorch-Haus
Nach jahrelangem Leerstand und umfassenden bauhistorischen Untersuchungen strebt die Heilig-Geist-Spitalstiftung Füssen nun eine grundlegende Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes an. Ziel ist es, das historische Bauwerk seiner Bedeutung entsprechend zu bewahren, in Wert zu setzen und in eine neue, zukunftsorientierte Nutzung zu überführen.

Geplante Nutzung und Zielsetzung
Die derzeitige Entwurfsplanung sieht eine ausschließliche Gewerbenutzung im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss vor. Das Gebäude soll zukünftig als hochwertig saniertes Gesamtensemble in die Altstadtstruktur eingebunden bleiben und einen aktiven Beitrag zur Belebung des Quartiers leisten.
Höchste Priorität haben dabei:
- die Erhaltung und Wiederherstellung der historischen Gebäudesubstanz,
- die Berücksichtigung denkmalpflegerischer Vorgaben in Planung und Ausführung,
- die Umsetzung moderner energetischer Anforderungen sowie
- eine zeitgemäße, funktionale Innenraumgestaltung.

Fördermittel als Grundlage für die Umsetzung
Die Sanierung des Lorch-Hauses wird durch umfangreiche Fördermittel unterstützt. Die Finanzierung erfolgt unter anderem durch:
- den Entschädigungsfonds des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD),
- Städtebaufördermittel im Programm „Lebendige Zentren“,
- den Bezirk Schwaben sowie
- den Landkreis Ostallgäu.
Mehrere Zuwendungsgeber beteiligen sich somit im Rahmen einer Projektförderung an der Finanzierung. Diese breite finanzielle Unterstützung bildet die Grundlage für die Revitalisierung des Lorch-Hauses – ohne diese Fördermittel wäre eine denkmalgerechte und zugleich zukunftsfähige Sanierung nicht realisierbar.

Ein Projekt zwischen Tradition und Zukunft
Die Revitalisierung ist ein mehrjähriges Bauvorhaben, das bis voraussichtlich 2028 abgeschlossen sein soll. Dabei wird das äußere Erscheinungsbild des über 450 Jahre alten Gebäudes weitgehend bewahrt, während gleichzeitig Maßnahmen zur energetischen Sanierung und technischen Modernisierung umgesetzt werden. Durch eine optimierte Raumaufteilung und die erweiterte Nutzung des ehemaligen Wirtschaftsbereichs im hinteren Teil des Gebäudes entsteht zusätzlicher Raum. Auch das unmittelbare Umfeld des Gebäudes wird im Rahmen des Projekts neugestaltet und aufgewertet.

Meilensteine der Revitalisierung
2025 – Planungsphase
- Projektinitialisierung
- Abschluss der Entwurfs- und Ausführungsplanung (vorbehaltlich der Förderzusage)
- Erhalt der Baugenehmigung
- Förderzusage durch Bund und Land
- Projektfreigabe durch den Stadtrat der Stadt Füssen

2026 – 2028 – Realisierungsphase
- Beginn der Bauarbeiten
- Umsetzung der denkmalgerechten Sanierung
- Anpassung der technischen Infrastruktur
- Fertigstellung: Mitte 2028 (geplant)

Denkmalpflege mit Blick in die Zukunft
Mit der Sanierung des Lorch-Hauses leistet die Heilig-Geist-Spitalstiftung Füssen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des baukulturellen Erbes der Stadt. Die Verbindung von historischer Substanzerhaltung, zeitgemäßer Nutzung und städtebaulicher Aufwertung macht das Projekt zu einem beispielgebenden Vorhaben für den Umgang mit denkmalgeschützten Gebäuden.