Alois Vogler

Ein Geschenk für Füssen


9. Juli 2026 bis 9. November 2026

Seit Anfang 2026 ergänzt eine großzügige Schenkung das Museum der Stadt Füssen: Mehr als 80 Werke des Füssener Bildhauers Alois Vogler (1934–2022) sind nun Teil der Sammlung. Ab Juli zeigt das Museum die Ausstellung „Alois Vogler. Ein Geschenk für Füssen“ und lädt dazu ein, die besondere Bildsprache des Künstlers im Dialog mit zeitgenössischer Kunst neu zu entdecken.

Alois Vogler wurde 1934 in Berghof (heute Gemeinde Halblech) geboren und begann seine künstlerische Laufbahn mit einer Lehre als Holzbildhauer in Füssen. Nach einer ersten Anstellung beim Traditionshaus Cappius in Starnberg und einem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München kehrte er in seine Heimat Füssen zurück. Er setzte sich insbesondere mit der menschlichen Figur und dem Porträt sowie christlichen Motiven auseinander.

Für Füssen schuf er zahlreiche Werke, darunter 1968 die Bronzefigur des heiligen Magnus für den Stadtbrunnen und 1983 die Kreuzweggruppe am Kalvarienberg. Weitere wichtige Arbeiten sind die goldene Figur des heiligen Magnus als Drachenreiter auf der Stadtpfarrkirche St. Mang sowie die Marienfigur in der Marienkapelle der Pfarrkirche Zu den Acht Seligkeiten, die sich heute im Museum der Stadt Füssen befindet. Zum Spätwerk zählt u. a. die Gedenkstätte totgeborener Kinder auf dem Alten Friedhof in Füssen (2003).

Vogler erhielt öffentliche Aufträge über Füssen hinaus. Es entstanden Arbeiten für die Wieskirche bei Steingaden, für Lechbruck, Bernbeuren, Paderborn, St. Peter-Ording, Hünfeld (Fulda), Reichelshofen, Bangalore (Indien) und Njombe (Tansania). Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war Vogler als Restaurator tätig, beispielsweise für das Franziskanerkloster in Füssen und die Krippkirche.

Zur Schenkung, die dem Museum von Susanne Stocker und Andreas Vogler, dem Neffen des Künstlers, übergeben wurde, zählen Skulpturen, Zeichnungen und Modelle für Arbeiten im öffentlichen Raum. Die Auswahl repräsentiert alle Schaffensphasen und wesentlichen Themenbereiche Voglers.

Der Kontakt zwischen Susanne Stocker und Andreas Vogler sowie dem Museum kam Anfang 2024 zustande, im Zuge des von LEADER geförderten Projekts „Schätze aus dem Museum der Stadt Füssen“: Auf den Umzug der Sammlung in das neue Depot, das mit Unterstützung des Maßnahmenprogramms der Europäischen Union fachgerecht ausgestattet und nutzbar gemacht wurde, folgte eine gleichnamige Ausstellung. Neben den museumseigenen Werken wurde auch eine Bronzeskulptur Voglers aus dem Nachlass gezeigt. Sie machte ein Desiderat in der Sammlung sichtbar. Die Schenkung schließt diese Lücke. 

Die Ausstellung macht die Werke Alois Voglers für die Öffentlichkeit zugänglich und hebt die enge Verbundenheit des Künstlers mit seiner Heimat hervor. 

Zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 8. Juli 2026, 19 Uhr laden wir herzlich ein.



Veranstaltungsprogramm

Freitag, 17. Juli, 12.30 bis 13 Uhr
Kuratorinnenführung
Mit Isabelle Schwarz

Dienstag, 21. Juli, 12.30 bis 13 Uhr
Kuratorinnenführung
Mit Isabelle Schwarz

Mittwoch, 5. August, 11 bis 12.30 Uhr
Kennst Du Alois? Holzgelaunt und steinfühlig
Familienführung in der Sonderausstellung
Alois Vogler war ein Füssener Bildhauer. Mit verschiedenen Werkstoffen begab er sich auf einen künstlerischen Weg: Was verbirgt sich in einem Holzblock oder einem Stein? Woran erkennen wir die Spuren des Alters? Gibt es ein Bild für Geborgenheit oder Heimat? Ein Rundgang bringt Licht in seine Arbeitstechnik und Motive. Im Anschluss werden wir selbst bildhauerisch tätig und schaffen unsere eigene Skulptur.
Gebühr: 5 Euro pro Person
Mit Sarina Gimnich und Isabelle Schwarz

Freitag, 4. September, 12.30 bis 13 Uhr
Kuratorinnenführung
Mit Isabelle Schwarz

Dienstag, 22. September, 13.30 bis 14 Uhr
Kuratorinnenführung
Mit Isabelle Schwarz


Weitere Termine werden in Kürze bekannt begeben. 



Titelbild - Foto: Simon Toplak